Lebensfreude Kalender
Tipps, die aufbauen und aufmuntern

RATGEBER ROLF MERKLE + DORIS WOLF

Kränkungen und seelische Verletzungen überwinden - lernen, nicht mehr alles persönlich zu nehmen.

Doris Wolf
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TIPPS UND STRATEGIEN ZUM VERGEBEN

Verzeihen in der Partnerschaft

Seitensprung verzeihen

Kränkungen verzeihen

Weisheit zum Thema verzeihen

Was passiert, wenn man nicht verzeiht

Opferrolle aufgeben

Verzeihen können ist wichtig

Lebensfreude Kalender 2011

Kalenderblatt 6

Wenn du einem anderen Menschen vergibst,
dann tust du dies deinetwegen und nicht,
weil er es verdient.


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Dr. Doris Wolf

Vielleicht verbindest du Vergebung mit der Kirche. Doch Vergebung ist auch etwas, das du für dich ganz persönlich und täglich tun kannst. Vergebung bedeutet, dass du aufhörst, einem anderen, der dir etwas angetan hat, einen Vorwurf zu machen. Du benötigst lediglich die Einstellung: „Ich bin bereit, dir zu verzeihen.“

Wenn du aufhörst, nachtragend zu sein, dann hast du Kraft für das Hier und Jetzt. Eine Bürde ist von deiner Schulter genommen und du gewinnst dein inneres Gleichgewicht zurück.

Einem anderen Menschen den guten Rat zu geben „Du musst loslassen. Verzeih es ihm endlich“ – damit tun wir uns vielleicht noch relativ leicht. Doch wenn es um unsere eigenen Erfahrungen geht, sieht die Sache schon ganz anders aus. Am Verzeihen hindert uns z. B. unser Gedanke, dass uns ein solch großes Unrecht widerfahren ist, dass wir dies dem anderen einfach nicht „durchgehen“ lassen können. Wir tun so, als ob wir durch unsere Vorwürfe den anderen wirklich bestrafen und ändern könnten. Schauen wir es uns genauer an, bestrafen wir in erster Linie uns selbst.

So fällt es dir leicht, dich für das Vergeben zu entscheiden.

TIPP 1:
Führ dir einmal bewusst vor Augen, wie es dir geht, wenn du an den Vorfall denkst, den du nicht verzeihen möchtest. Rufe ihn dir hierzu lebendig in Erinnerung. Was fühlst du? Was spürst du in deinem Körper? Kannst du erkennen, dass dein Körper bei dem Gedanken daran erneut alarmiert wird, obwohl das Ereignis schon lange vorbei ist? Dein Körper ist immer noch im Alarmzustand. Es ist, als wenn die Feuerwehr nach einem Feueralarm vor dem Haus verweilt, obwohl der Brand bereits gelöscht ist.

TIPP 2:
Betrachte einmal, welche Folgen dieser Vorfall für dein Leben hat: Wie hast du dich seit dem Vorfall im Alltag verändert? Meidest du eine bestimmte Person oder Situation? Hast du Schlafprobleme oder Schmerzen an bestimmten Stellen in deinem Körper? Isst du mehr oder weniger? Trinkst oder rauchst du mehr? Bist du unkonzentriert, weil deine Gedanken immer wieder um den Vorfall kreisen? Bist du gereizt oder unglücklich? – Lohnt sich das?

TIPP 3:
Erinnere dich daran, dass du die Entscheidung darüber hast, den Vorfall „zu den Akten“ zulegen. Du kannst ihn nicht ungeschehen machen, aber das Buch zuschlagen. Und dies geht über den Weg der Vergebung. Wenn dir der Preis zu hoch ist, den du bezahlen musst, weil du deine Vorwürfe aufrechterhältst, kannst du das „Programm Verzeihen“ wählen.

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